Reparatur 2022-2023

Bei einer turnusmäßigen Durchsicht der Orgel entdeckten wir kurz vor Pfingsten 2022 mit Erschrecken eine stark eingedrückte Posaunenpfeife im Pedal. Es handelte sich um Materialermüdung bei der ca. 56 Jahre alten Pfeife: Das Eigengewicht der über 50 Kilo schweren Pfeife (in der damals verwendeten Zinn-Blei-Legierung) hat den Pfeifenfuß abknicken lassen.
Gemeinsam mit dem Orgelsachverständigen aus Herzberg, der noch am Pfingstsamstag den Schaden begutachtete, fanden wir noch weitere Pfeifen, die sich bereits krümmten, so dass Gefahr bestand, dass diese in kurzer Zeit ebenso einknicken.

Um die rechts zu sehende Pfeife zur Reparatur aus den großen seitlichen Pedaltürnem herauszuholen, mussten auch alle anderen davor stehenden Pfeifen ausgebaut werden. Dieser Umstand führte zum Entschluss, die sowieso in den nächsten Jahren anstehende Ausreinigung der Orgel im Bereich der Pedaltürme vorzuziehen und so den aktuen Notfall wenigstens bestmöglich zu nutzen.

Daher sollten ab 4. Oktober 2022 alle Pedalpfeifen ausgebaut, überarbeitet, gesichert und nachintoniert werden, damit dieses Problem in den nächsten Jahrzehnten nicht mehr auftauchen kann. Da diese Arbeit sehr aufwändig und personalintensiv war, mussten wir mit Kosten in Höhe von ca. 90.000 € rechnen.

Die Ott-Schmid-Orgel mit 68 Registern auf vier Manualen und Pedal ist die größte ihrer Art in Südniedersachsen. Sie erklingt seit ihrer Erbauung durch den Göttinger Orgelbauer Paul Ott im Jahr 1966 in Gottesdiensten, in über 2.000 Freitagsmusiken und in 26 "Internationalen Orgeltagen". Die letzte Renovierung und Erweiterung fand 2007 durch die Fa. Schmid aus Knottenried im Allgäu statt. Viele Baumaßnahmen der letzten Jahre in der und um die Kirche sowie der intensive Konzertbetrieb hinterlassen aber inzwischen ihre Spuren.

Die Orgelrenovierung ging gut voran: Nach der Ausreinigung der Pedaltürme und der Reparatur der großen Pedalpfeifen sowie der Wellenbretter und der Windanlage konnte der Wiedereinbau der Pfeifen beginnen. Der Orgelbauer Jörg Bente hat uns freundlicherweise einige Fotos der Arbeit zur Verfügung gestellt.

Für die Finanzierung dieses kostenintensiven Vorhabens fanden an den fünf Septemberfreitagen jeweils um 18 Uhr Benefizabende in der Kirche statt. Der Eintritt war frei. Wir bedanken uns herzlich bei all denen, die uns bereits mit ihren Spenden unterstützt haben.

Um die Reparaturkosten gänzlich aufzubringen, bitten wir Sie weiterhin herzlich um Ihre Spende auf das Konto des Kirchenmusikfördervereins:


IBAN: DE50 2605 0001 0000 1353 68 BIC: NOLADE21GOE
(Sparkasse Göttingen)
Vermerk "Jacobiorgel"